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 Liebe Galtürerinnen und Galtürer !
Bei den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen am 15. März 1992 habt ihr mich erstmals zum Bürgermeister gewählt. Das Besondere daran war, dass dies die erste Direktwahl des Bürgermeisters war und ihr einem sehr jungen Kandidaten (dem zweitjüngsten von Tirol) das Vertrauen entgegengebracht habt. So habe ich in Galtür nicht nur Erfahrung in der Gemeindeverwaltung und in der Gemeindekameralistik sammeln können, sondern vor allem die Freude am Umgang und an der Arbeit für Mitmenschen kennen und spüren gelernt. Diese Begeisterung hat mich, nachdem ich im Jahr 2001 noch abgelehnt hatte, bewogen, für die Funktion des Bezirksparteiobmannes der Tiroler Volkspartei und in Folge für den Tiroler Landtag zu kandidieren.
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Sowohl bei der Wahl zum Bezirksparteiobmann, als auch bei der Landtagswahl, haben mir die Wählerinnen und Wähler großes Vertrauen geschenkt.In Galtür hat die Tiroler Volkspartei 93% der Stimmen erhalten und der GaltürerInnen haben mich mit einer Vorzugsstimme gestärkt (64%).
Keine(r) der anderen Kandidaten hat in seiner Heimatgemeinde ein solch gutes Ergebnis erzielt. Dafür möchte ich mich recht herzlich bedanken und versichern, dass die Anliegen der GaltürerInnen meine ständigen Begleiter sind und ich mich um deren Umsetzung sehr bemühe. Die Tätigkeit als Abgeordneter zum Tiroler Landtag macht mir Freude und ich bin dankbar dafür, dass „ich“ die Chance erhalten habe, mich um solch ein Mandat zu bewerben.
Aus der täglichen Arbeit in der Gemeinde schöpfe ich die notwendige Erfahrung und das Wissen, um in politischen Diskussionen entsprechend argumentieren und Standpunkte vertreten zu können. Auf alle Fälle genieße ich es, wenn ich nach Landtags- oder Ausschusssitzungen bei der Heimfahrt erstmals wieder die mir vertrauten Berge, die Ballunspitze und den Gorfen sehe und sich dann kurz vor Tschafein, Galtür in seiner Einmaligkeit, als eine der ganz schönen Gemeinden vor mir ausbreitet.
Obwohl für die nächsten Jahre ein Teil der finanziellen Mittel der Gemeinde durch regionale Projekte, wie Hauptschule, Polytechnische Schule, Verkehrsverbund, Klärwerk, usw. gebunden sind und sich die Steuerreform negativ auf den Gemeindehaushalt auswirkt, hat der Gemeinderat dafür Sorge getragen, dass auch zukünftig in die örtliche Infrastruktur investiert werden kann. Allerdings haben auch der Gemeinde die letzten, wirtschaftlich schwierigen Jahre zu schaffen gemacht.
Umso stärker müssen wir unsere touristische Positionierung in den Mittelpunkt unserer Überlegungen stellen und ich lade alle GaltürerInnen ein, an einer Diskussion unter dem Motto „Quo vadis Galtür?“ (aus dem lateinischen - Wohin gehst du ?) teilzunehmen.
Dieser Galtürer Weg begeistert Jahr für Jahr nicht nur an die 90.000 Gäste, sondern wie mir beim Jungbürgertag versichert wurde, vor allem die Galtürer Jugend. Galtür ist nicht nur die westlichste Gemeinde Tirols und eine der höchstgelegenen Dauersiedlungen in den Ostalpen, ist nicht nur ein top ausgestatteter und erfolgreicher Tourismusort, sondern ein Ort der Gastfreundschaft und hoher Lebensqualität.
Galtür ist, so meine ich, ein Lebensgefühl.
Anton Mattle
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