|
Trinkwasser |
Beschreibung der
Wasserqualität (Mag. Elisabeth Walser Fa. FHC) Geschichte der Wasserversorgungsanlage (OSR Juen Georg) |
|||
|
|
|
|||
|
|
|
Verleihung des Trinkwassergütesiegels an
die Gemeinde Galtür am 28.01.2004
Wassermeister Gustav Walter |
||
|
Beschreibung unseres Trinkwassers (Mag.
Elisabeth Walser - Fa. FHC)
Entsprechend der Trinkwasserverordnung (BGBl Nr. 304/2001) ist der Betreiber einer Wasserversorgungsanlage verpflichtet, die Abnehmer über die aktuelle Qualität des Trinkwassers zu informieren. Die Wasserversorgungsanlage Galtür versorgt das Gemeindegebiet Galtür über die Kleinzeinisquellen 1+2
(WWDB-Nr. QU70606001/2) und die Pritzenalmquelle (WWDB-Nr.QU70606002/1). Die Gemeinde Galtür lässt entsprechend der gesetzlichen Verpflichtung das Trinkwasser alljährlich hinsichtlich mikrobiologischer und physikalisch-chemischer Parameter überprüfen. Die Untersuchungen erfolgten am 11.09.2003 durch die akkreditierte und nach §50 LMG zugelassene Untersuchungsanstalt FOOD HYGIENE CONTROLL GMBH / ARGE WASSERANALYTIK in Schönwies. Für das Jahr 2003 bescheinigen die vorliegenden Untersuchungsbefunde der Wasserversorgungsanlage Galtür eine ausgezeichnete Trinkwasserqualität. Den Verbrauchern steht Trinkwasser allerhöchster Güte zur Verfügung. Der aktuelle Nitratwert liegt bei unter 1 mg/l NO3. Der Richtwert für diesen Parameter ist mit 25 mg/l festgelegt, die zulässige Höchstkonzentration mit 50 mg/l. Die Gesamt-härte des Wassers beträgt 1,7 °dH (Grad deutscher Härte) und entspricht somit „sehr weichem Wasser“. Diesbezüglich sind die Hinweise für Waschmitteldosierung und wassertechnische Anlagen zu beachten. Ansonsten zeigt der physikalisch-chemische Untersuchungsbefund keine Auffälligkeiten und entspricht dem Anforderungsprofil an Trinkwasser gemäß Codexkapitel B1
idgF. bzw. der Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (BGBl. Nr. 304 /2001). Aus korrosionstechnischer Sicht zeigt die Berechnung des Mulden-, Zinkgeriesel- und Kupferquotienten gemäß DIN 50930 keine erhöhte Wahrscheinlichkeit zur ungleichmäßigen Flächenkorrosion, Kupferkorrosion bzw. selektiven Korrosion (Angriff auf Zinkschutzschicht) an. Die Berechnung der Calcitlösekapazität und des Sättigungsindex zeigt, dass das vorliegende Wasser erhöhte kalklösende Eigenschaften besitzt und daher im Leitungssystem zu erwarten ist, dass der Aufbau einer Schutzschicht nicht oder nur stark verzögert eintritt. Nach längeren Stagnationszeiten kann daher
u.U. ein Angriff auf metallische Werkstoffe nicht ausgeschlossen werden. Aus technischer Sicht ist daher für die Haus- und Gebäudeinstallationen anzuraten bzw. die Empfehlung auszusprechen verstärkt ÖVGW geprüfte PE- und Verbundwerkstoffe einzusetzen und den Einsatz von metallischen Werkstoffen zu vermeiden.
Die Beschreibung vom 29.7.1930 für den Bau einer neuen öffentlichen Wasserleitung enthält folgenden Wortlaut: Die bis dahin bestehende Wasserversorgung muss als höchst primitiv und sanitätswidrig bezeichnet werden. Die Holzrohrleitung ist derart defekt, dass viel Wasserverlust herrscht und daher Wassermangel im Ort ist. Als aufstrebender Fremdenverkehrsort muss mit 300 Betten gerechnet werden. Mit Bescheid vom 2.8.1930 der Bezirkshauptmannschaft Landeck wird eine Trinkwasserleitung der Gemeinde Galtür genehmigt: Diese Leitung ist heute noch in Gebrauch. Ein sichtbares Zeichen ihres Verlaufes ist der Hydrant zwischen dem Schulhaus und dem Hof von Edelbert Walter (auf älteren Bildern steht der Hydrant allein auf weiter Flur im Frühmessgut hinter der Kirche). Im Winter 1931/32 waren beinahe alle Wasserleitungen eingefroren. Es gab eine große Wassermisere. In den Hotels mit ihrem riesigen Wasserverbrauch musste das Wasser mittels Motor vom Bach in die Wasserbehälter im
4. Stock gepumpt werden. Auch im Widum war kein Wasser. Die Leitung fror erst am 15. Juni auf. Das Hotel Fluchthorn und der Gasthof Rößle hatten am Dachboden große Wasserbehälter, die während der Nacht mit einem geringen Wasserzulauf aufgefüllt wurden, um so eine Wasserreserve für den großen Tagesverbrauch zu haben.
Da der Wasserverbrauch immer größer wurde und die Schüttung der Gorfenquelle rückläufig war (Messung am 19.9.1929: 2 l /sec. und am 12.5.1938: o,55 l /sec.), war die Gemeinde gezwungen, ein Pumpwerk westlich vom Mentahaus zu erstellen und mit einer 350 m langen Saugleitung Wasser aus dem Vermuntbach in die Hochdruckleitung zu pumpen. Diese Anlage wurde behördlich nicht bewilligt. 1938 suchte die Gemeinde um die Fassung und Zuleitung von zwei Zeinisquellen an, die auf dem Grund von Edmund Kurz aus Ischgl entspringen. Kriegsbedingt konnte dieses Projekt nicht realisiert werden.
|
||||