1997 - Zeitgeschichte von OSR.Georg Juen sen.

 

Silvester 1996:  Nachdem   Schilehrer am Gampen mit Fackeln  die Zahl für das neue Jahr ausgesteckt und entzündet hatten, fuhren sie in  Serpentinen ab, begaben sich auf den Platz, wo sie sich mit den Musikanten in einem Kreis aufstellten. Um 9 Uhr 30 hielten  Bürgermeister,   

Hugo Walter      Theresia Walter    Ludwig Walter

Tourismusdirektor und Pfarrer die alljährlichen Neujahrsansprachen.

Am Samstag (19.1.1997) rückte bei Schneetreiben abends die Musikkapelle aus, um der 85 jährigen Anna Wolfart zum Geburtstag ein Ständchen zu spielen. Als Gratulanten fanden sich auch Pfarrer, Bürgermeister und Schulleiter ein.

11. 2. (Faschingsdienstag): Um 16 Uhr 30 zogen die maskierten Kinder, angeführt von der Musikkapelle zum Eislaufplatz. 150 Warenpreise (gespendet von den einheimischen Geschäften) und für jeden Maskierten ein "Gutssackerl" von der Gemeinde wurden verteilt.

Am Aschermittwoch wurde am Abend auf der Böscha das Ministrantenrodelrennen von diesen organisiert und ausgetragen.

In der letzten Februarwoche regnete, stürmte und schneite es. So lockte der herrliche Sonnenschein am Letzten des Monats die Gäste auf Pisten und Wanderwege. Leider wurde die Absperrung ins Vermunt von fünf Fußgängern nicht beachtet, und sie entrannen mit unheimlich viel Glück und großem Schrecken, der um 12.45 Uhr abgehenden "Balluneri", die  die Straße verschüttete. Die sofort eingeleitete Suchaktion der Bergrettung mit Lawinenhund, Gendarmerie und Rettungshubschrauber konnte ziemlich bald eingestellt werden.

Am 1. März rückte um 8.15 Uhr die Musik aus, um die Teilnehmer am Sternenlauf nach Innsbruck (Aktion pro Olympische Spiele in Innsbruck) zu verabschieden. Der ORF war anwesend. Um 8 Uhr 30 feuerte der Kanonier der Schützen den Startschuss ab. Rund 10 Langläufer "tigerten" los in Richtung Ischgl.

         21. März:  Schneefall und schlechte Sicht. Um ca.13 Uhr erblickte ich vom Stubenfenster aus ein Flugzeug über die Dächer fliegen. Nach Augenzeugenberichten wäre dieses in Wirl beinahe in die Hochspannungsleitung geflogen. Rätselhaft? Am Abend hörte man bereits vom Abgang dieses Flugzeuges, einer einmotorigen Cessna, die von Wien kommend in Richtung Schweiz (St. Moritz) unterwegs war. Die Absturzstelle musste laut Gendarmerieberichten südlich des Silvrettastausees sein. Die bereits am Nachmittag eingeleitete Suchaktion musste wegen Lawinengefahr und  Dunkelheit

abgebrochen werden. Am Samstag wurde das Wrack von einem Schweizer Hubschrauber am Klostertalferner gesichtet. Der Pilot konnte nur mehr tot geborgen werden, die 27-jährige Frau überlebte und wurde ins Krankenhaus nach Feldkirch gebracht.

Am 9. April wurde das Wrack mit zwei Hubschraubern geborgen und mit dem größten Hubschrauber Europas nach Galtür geflogen. Dort wurde es von der Kripo durchsucht und dann mit einem Tieflader abtransportiert. Das Unternehmen war mit  300 Mio.Schilling versichert.

Am Karfreitag ratterte in der Sendung "Autofahrer unterwegs" statt der Mittagsglocken die Karfreitagsratsche von Galtür.

30.3.1997:  Ostersonntag - Osterschneefest. Die Vereine haben Verkaufsstände und kleine Zelte auf dem Liftparkplatz aufgestellt. Die Musikkapelle eröffnete mit einem Konzert das Fest. Dann spielte die bekannte Münchner Band "JAMEI" auf. Mit

zunehmender Wetterbesserung füllte sich der Platz  mit Besuchern und es stieg die Stimmung.

          In der zweiten April- woche wurden die letzten Vorbereitungen für das "Grönemeyer - Konzert" auf der Faulbrunnalm getroffen. Pistengeräte schafften, unterstützt vom Hubschrau ber, die 35 Tonnen schwere Bühne, einen Lastzug voller Instrumente, Kloanlagen ,... ins Schigebiet auf die Faulbrunnalm und die Ver- eine stellten Verkaufsstände auf.     

           Am Freitag (11.4.1997) traf  am Abend der deutsche Rockbarde Herbert Grönemeyer mit seiner Crew in Galtür ein. Es regnete in Strömen und ging dann in Schneetreiben über. In der Nacht stürmt es. Bange Stunden für alle Galtürer, besonders aber für die Veranstalter! Erleichtertes Aufatmen und große Freude in der Früh des 12. April. Über einer blütenweißen Landschaft wölbte sich ein strahlend blauer Himmel. Reibungslos wurden nahezu 7000 Besucher zur Faulbrunnalm befördert. Um 13.20 Uhr begann das Open- Air Konzert. Zwei Stunden lang begeisterte der Künstler mit seiner Band die Fans. Am Abend feierte er mit seiner Frau und den beiden Kindern samt seiner Crew im Hotel Rössle den 41. Geburtstag.

             Luftkurort Galtür: Am 22. April überreichten Landeshauptmann Weingartner  und LR Elisabeth Zanon unserem Bürgermeister Anton Mattle das Gütesiegel des Landes. Aufwendige Messungen und hartnäckiges Kämpfen von Gemeinde und Tourismusverband (unter dem dafür zuständigen Obmann Reinhard Türtscher und Direktor Gerhard Walter) führten zu diesem einmaligen Ergebnis. Galtür ist nun nach den neuen strengen Bestimmungen der erste Luftkurort Tirols. Er ist somit ein nachweislich guter Urlaubsort für Allergiker, denn hier gibt es weder Pollen noch Hausstaubmilben. 

Veranstaltungen während der Wintersaison von Mitte Dezember

1996 bis Mitte April 1997 

Die Schi - und Snowboardschule Silvretta Galtür  veranstaltete jeden zweiten Sonntag am Abend bei Flutlicht einen "Demoabend". Auf dem frisch planierten Gampen gegenüber der Feuerwehrhalle stellten Schilehrer Schifahren und Snowboarden unter folgenden  Themen vor: Formationsfahren, Snowboard, Schi-Nostalgie, Synchron-Schifahren, Karven und Telemark. Jeden dazwischenliegenden Sonntag fand ein Informationsabend  mit Videofilmen statt.

Auch der junge sehr aktive Fun factory Club veranstaltete  auf der Böscha abwechselnd jeden Donnerstag, ebenfalls am Abend bei Flutlicht, ein kleineres Rodel-, bzw. ein belustigendes Fassdaubenrennen. In der Pension Bergfried trafen sich wöchentlich Gäste und Einheimische zum Schachspiel.      

Nahezu wöchentlich wurden auch in den Hotels Rössle und Ballunspitze "Bauernmärkte" abgehalten, bei denen selbstgemachte Produkte einheimischer Bauern angeboten, verkostet und verkauft wurden.

2. Jänner 1997: Raiffeisen - Bezirks- Schülercup - Riesentorlauf. An diesem Rennen nahmen 85 Schüler(innen) des Bezirkes teil.

Am 18. und 19. Jänner führte der Schiclub Silvretta Galtür den Masters - Senioren - Weltcup 1997 auf der Strecke Birkhahnkopf durch. Es nahmen Läufer aus 6 Nationen teil (Großbritannien, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Italien und Österreich). Im Slalom starteten 122 Läufer und im Riesenslalom 144. Der älteste Teilnehmer war der Franzose Gilbert geb.1912.

Am 9. März fand auf der Strecke "Maisis" bei herrlichem Wetter die Kinder- und Schülermeisterschaft des SCS Galtür statt. Die jüngsten Teilnehmer "Babysprinter" waren 4 Jahre alt. Den Titel des Schülermeisters, bzw. der Schülermeisterin holten sich die Geschwister Kathrein Ronald und Kathrein Manuela.

3. April 1997: Ein besonderes Schirennen: FIS SUPER - G. Auch dieses Rennen wurde vom Schiclub Galtür in hervorragender Weise durchgeführt. Die Schulkinder durften dieses Rennen hautnah miterleben und machten als Zu- schauer  mit  Fähnchen  und   Kuhschellen     

   Klasse: Kinder II männlich:         hintere Reihe

  Mario Sonderegger - Philipp Huber - Lorenz Michael

  vordere Reihe:
 
Simon Kathrein, David Raggl, Stefan Walser, Philipp   Wiltsche und Christian Wisniewski
 

einen Riesenwirbel. Dafür stellten sich alle österr. Teilnehmer mit unseren jüngsten Nachwuchsläufern zu einem "Pressefoto" auf.

Am 5. April fanden am Alpkogel die Wiesbadener Stadtmeisterschaften statt.

Am 10. April 1997 nahmen 240 Läufer am SITOUR AUSTRIA CUP 1997 teil.

Den Abschluss der Wintersaison bildete am   13. April, bei herrlichem Wetter, die Galtürer Schiclub- und Snowboardmeisterschaft. Der Schiclubball mit der Siegerehrung  war im Hotel Fluchthorn. Schiclubmeisterin wurde Walter Brigitte, Schiclubmeister Kathrein Richard, (Vater von Schülermeister und Schülermeisterin); Snowboardmeisterin Walter Heidrun und Snowboardmeister Wolfart David.

Bald nach Ostern zerlegte die Fa. Späth die Kirchenorgel, um sie zur Restaurierung und Erneuerung nach Rapperswil in die Werkstatt zu liefern. Nach Absprache und Begutachtung durch die Orgelkommission der Diözese Innsbruck sollte die Orgel annähernd in die "Weber-Orgel" von 1869 zurückgebaut werden. Die wesentlichsten Änderungen sind: die Verlegung des Spieltisches auf die Seite, die Verlegung des Blasbalges ins Gewölbe, die Ersetzung der metallenen Manual- und Pedaltraktur durch hölzerne und Rekonstruktion der Posaunen nach zwei noch erhaltenen Pfeifen (ohne Schalltrichter).

Gleichzeitig wurde auch mit dem Umbau der nun leerstehenden Schulhauswohnungen begonnen. Aus der bisherigen Schulleiterwohnung wurden zwei errichtet und die Wohnungen im Altbau wurden leicht verändert. Im Bereich der Schulräume wurden die feuerpolizeilichen Schutzmaßnahmen ausgeführt.

Gegen Ende der Ferien wurden bereits einige Wohnungen bezogen.

Ende September schuf die Gemeinde für die  nun auf acht angewachsenen Schulhauswohnungen Parkplätze und der Eingang zu den Wohnungen, zum Kindergarten und zum Schulbereich wurde neu gestaltet. Der Abgang auf die Straße sollte für die Kinder mehr Sicherheit bringen.

Um in allen Regionen und Karen der Umgebung von Ischgl und Galtür eine lückenlose Funkverbindung für die Bergrettung zu erhalten, wurde auf dem Adamsberg eine Relaisstation mit Solarenergieversorgung errichtet. Die Anlage wurde im Juni geliefert. Den Preis von rund 160.000 Schilling übernahm die Landesleitung der Bergrettung Tirol. Die Arbeiten wurden von einheimischen Bergrettungsmännern durchgeführt.

 

 

 

Bergrettung - Ehrung:    Franz Lorenz      Albin Tschan      Hugo Walter          Rudolf Lorenz
 

Für das Max Mobil Telefonnetz wurden auf der Bielerhöhe und am Soppa oberhalb von Wirl (in der Nähe des "Weiberhimmels") Antennenmasten mit Umsetzern aufgestellt. Eine weitere Anlage dieser Art soll noch im Maaßwald in der Nähe der ORF-Station  errichtet werden.

Am Adamsberg und auf Vergaltsch wurde weiter an der Verbauung der "Egata" Lawine gearbeitet.

Bei der Raika Jahreshauptversammlung am Sonntag, dem 29. Juni wurde Rudolf Lorenz das goldene Ehrenzeichen verliehen, Franz Lorenz und Franz Mattle erhielten das silberne.

Am selben Abend fand die Jahreshauptversammlung der Bergrettung statt. Paul Walter übergab die verantwortungsvolle Stelle des Obmannes an den neu gewählten Gotthard Salner. Er selbst blieb mit Bruno Walter Stellvertreter. Auch hier wurden verdiente Mitglieder  geehrt. An Franz Lorenz, Rudolf Lorenz und Tschan Albin wurde die goldene Verdienstmedaille (50 Jahre Bergrettungsmann) überreicht und Walter Hugo (25 Jahre ) erhielt diese in Silber.

Mitte Juni wurden bereits die Teile der restaurierten Orgel angeliefert, und es wurde mit dem Zusammenbau der Orgel begonnen. Nach Aufbau und Intonation legte der Restaurator Schwenniger aus Seefeld  die alte Marmorierung frei und bemalte das Orgelgehäuse nach dieser Vorlage. Das gelungene Werk wurde am Kirchtag, Fest Maria Geburt, vom einstigen Missionsbischof in Bolivien, dem Franziskaner Madersbacher  eingeweiht.

Das dreitägige Musikfest (1., 2. und 3. August) wurde besonders festlich gestaltet. Am Sonntag trafen sich alle Kapellen des Tales und zwei Gastkapellen zu einem Sternenmarsch und dem gemeinsamen "Großen Zapfenstreich" vor dem Sportzentrum. Jeder Kapellmeister dirigierte einen von allen Talkapellen gemeinsam gespielten Marsch. Neu war die Betreuung der Kapellen durch Festführer.

 

 

Adolf  T.  Sigmund W.  Thomas H.  MR. Köck   Bgm. Mattle  Anton Wolfgang W.  Herbert W.

 

Am 25. August stellten Schützen auf dem 2641 m hohen Grieskogel anlässlich der 200 Jahrfeier des Herz-Jesu - Bundes ein Kreuz auf. Vom Adamsberg zum Grieskogel wurde es mit einem Hubschrauber der Fa. Wucher hinaufgeflogen.

Bei herrlichem Wetter wurde am 31. 8. 1997 der 24. Silvretta - Ferwall - Marsch durchgeführt. Von 679 Teilnehmern waren 75 internationale Läufer. Die Marathonstrecke "Königin"  mit 42,3 km wurde von Homes Josef aus Liebenau in 3 h 16'54'' gelaufen. Die älteste Teilnehmerin war 82 Jahre alt, der älteste Teilnehmer sogar 85. An der Organisation und Durchführung waren 82 Personen beteiligt.

Während des Sommers wurden die zwei Ballunspitz Schlepplifte abgetragen.

          Der erste von diesen wurde 1972 gebaut, der parallel dazu laufende 1987 als verstärkter Zubringer zur Breitspitzbahn. Teile der Lifte werden zur Verbesserung des Klein - Zeinis - Schleppliftes verwendet, um die Förderleistung zu steigern. Mit dem Bau der neuen kuppelbaren 6-er Umlauf- Sesselbahn anstelle der zwei sehr steilen Ballunspitzlifte wurde Ende Juli begonnen. Durch den Wegfall der Ballunspitzlifte wurde eine anspruchsvolle Abfahrtsroute gewonnen. Gleichzeitig wurde die Beschneiungsanlage im Bereich des Klein - Zeinis - Liftes erweitert.

Am 19. und 20. September führten die Jungbauernschaft und der Tourismus- verband die dritte Käseolympiade durch. Bei dieser zweitägigen Veranstaltung präsentierten auch die Jungwinzer Österreichs  ihre selbst erzeugten Weine. 27 Almen aus Tirol, Salzburg, Vorarlberg und der Schweiz brachten ihre Käsesorten zur Begutachtung, Verkostung und zum Verkauf nach Galtür. Es handelte sich dabei um Käsespezialitäten, Halbhartkäse - Unterfett, Halbhartkäse - Oberfett und alten Käse.

Am Samstag nachmittags konnte Bürgermeister Mattle den Landeshauptmann Wendelin Weingartner begrüßen, der von der Musikkapelle und der Schützenkompanie empfangen wurde. Am Abend traf dann auch noch Bezirkshauptmann HR. Dr. Erwin Koler ein. Eine achtköpfige fachkundige Jury unter dem Vorsitzenden Dr. Franz Ulberth von der Universität für Bodenkultur aus Wien ermittelte die besten Produkte. Neben der bronzenen und silbernen Sennerharfe konnte 15 mal die goldene verliehen werden.

Zur Feier des siebzigsten Geburtstages von hw. Herrn Pfarrer Alois Attems- Heiligenkreuz trafen am Samstag, den 27. September viele Pfarrkinder und Ehrengäste als Gratulanten ein. Eröffnet wurde die Feier mit einer Abendmesse zu Ehren der. hl. Gottesmutter. Der Chor verlieh dieser Messe durch  seine Gesänge einen feierlichen Rahmen. Vor  dem  Widum empfingen ihn die  Schützen  mit  einer  Ehrensalve und die

 Bürgermeisterter Mattle, Pfarrer und Schützenkurat Attems, Landeskommandant Steinwender, Viertelabschnittskommandant Strobl, Bezirkskommandant Gastl und Hauptmänner der Paznauner Schützenkompanien

                       

Musik geleitete die Ehrengäste zum Hotel Fluchthorn, wohin die Gemeinde zu einer Feierstunde eingeladen hatte. Um dem Schützenkurat Attems zu gratulieren, trafen Landesschützenkommandant Steinwender, Viertelabschnittskommandant, Bezirkskommandant und Abordnungen der Schützenkompanien des Tales ein. Neben den Pfarrern des Tales fanden sich auch die Ärzte als Gratulanten ein. Bei der Feier der Pfarre Mathon, die Pfarrer Attems mitbetreut, wurde ihm die Urkunde überreicht, in der ihm von Bischof Dr. Reinhold Stecher der Ehrentitel "Consiliarius" verliehen wurde.

Am Samstag, dem 18. Oktober feierten in festlichem Rahmen Elsa und Adolf Zangerle die Goldene Hochzeit.

 Nach mehreren Jahren fand am Sonntag, dem 16.11.1997 wieder eine Gemeindeversammlung gekoppelt mit einer Jungbürgerfeier im Gasthof Edelweiß statt. Einleitend zeigte der Schulleiter einige Dia über die betroffenen Jugendlichen der Jahrgänge 1974 - 79. Einige lasen ausgewählte Aufsätze aus der vierten Schulstufe vor, was sowohl die Zuhörer als auch die Vortragenden zu Lachorgien ausbrechen ließ. Nach Überreichung der Jungbürgerbücher durch den Herrn Bürgermeister  Mattle Anton, gratulierte dieser dem Bundessieger in Metallverarbeitung, Harald Walter, der bei der       Berufsolympiade in  St. Gallen den 5. Platz errang.  Anschließend hielt er unter dem Thema: "Die Gemeinde im Wandel der Zeit" eine Rückschau über die Leistungen der Gemeinde in seiner ersten Amtsperiode. Großen Anklang fanden die "Lustigen Alpkogler", die diesen Abend musikalisch umrahmten.
 

Wie bereits gewohnt, trug der Buchautor vorzüglich heitere Begebenheiten vor, die zum Schmunzeln oder gar zum herausplatzenden Lachen anreizten. Lange in die Nacht hinein schrieb er persönliche Widmungen in die Bücher, die er  seinen Ehrengästen - und das waren viele - schenkte.     

In der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr, die am 8.12. im Hotel Rössle stattfand, wurde Ernst Salner erneut einstimmig zum Kommandanten gewählt. Im Anschluss an die Wahlen wurden verdiente Feuerwehrmänner geehrt, fünf für 25-jährige und sechs für 40-jährige Mitgliedschaft.

 

                   Am Mittwoch, dem 10. Dezember trafen sich die Senioren unter der Obfrau Poldi Kurz im Gasthof Edelweiß zu einer Weihnachtsfeier. Der Bürger- meister überreichte Blumen und Weinfläschchen, und die Damen des "Hausfrauenschikurses" bewirteten und bedienten die zahlreich erschienen Gäste. Kinder verschönerten den Nachmittag durch den Vortrag volkstümlicher und weihnachtlicher  Melodien auf verschiedenen Instrumenten.

       

 

 

             Mechthild Walter und Isabell Lorenz  

Am 12. Dez. wurde die am 2. Dez. kollaudierte kuppelbare 6er Sesselbahn zur Ballunspitze eröffnet und am folgenden Sonntag vom Pfarrer Cons. Attems eingeweiht. Gleichzeitig mit der Eröffnung der Ballunspitzbahn wurde auch die längste beleuchtete Piste Österreichs mit einem Feuerwerk für den Nachtschilauf eröffnet. Die Piste hat eine Streckenlänge von 2 200 m. Sie wird beleuchtet von 137 Scheinwerfern mit je 400 Watt. Die Scheinwerfer sind auf 42 Masten montiert. Weiters beleuchten zwei Scheinwerfer mit je 2000 Watt den Vierersessellift von der Talstation und einer von der Bergstation aus. Der Kostenaufwand für alle getätigten Erneuerungen betrug rund 40 Mio. Schilling.  

Bild links von links nach rechts:

Geschäftsführer Martin Lorenz

Liftangestellte Bruno Zauser und Karl Gatt

Pfarrer  Cons. Alois Attems Heiligenkreuz

       

Wöchentlich konnte man nun während der Wintersaison zweimal von 20 bis 22 Uhr in der Nacht bei herrlichen Bedingungen Schi fahren. Neben dieser neuen Attraktion wurden die bisher angebotenen weitergeführt(Informationsabend, Demonstrationsschilauf, Rodelabend, Fassdaubenrennen, Bauernmärkte in Hotels,....).

Sonntag, der 14.12.1997: Nach dem  Hochamt weihte der hw. Herr Pfarrer eine Gedenktafel für Pater Hans Zangerle in der Kriegergedächtniskapelle ein. Anschließend fand die Einweihung der Ballunspitzbahn statt. Hochwürden fuhr sogar mit Bürgermeister, Geschäftsführern, Betriebsleiter der Liftgesellschaft und Chronisten zur Bergstation, um die gesamte Anlage zu segnen. Der Vormittag wurde mit einem Imbiss in der "Faulbrunnalm" beendet.                                 

Am Abend lud die Gemeinde Freunde und Nahestehende des Ehrenbürgers MR. Dr. Walter Köck anlässlich seines 76. Geburtstages(Vollendung des 75. Lebensjahres) im Hotel Rössle zu einer Feierstunde ein.     

 

"Geburtstagskind" MR  Dr. Walter Köck mit Frau Angelika und  Bezirkshauptmann Dr. Erwin Koler mit Gattin beim Ein-

                                gang ins Hotel Rössle. 

Bei heftigem Schneetreiben rückten Schützen und Mu- sikkapelle aus, um dem Ju- bilar die Ehre zu erweisen. Neben dem Bezirkshaupt- mann mit Gattin trafen Primare, die Pfarrer, Dokto- ren und Bürgermeister des Tales ein.

           Als besondere Über- raschung traf zu später Stunde der Paznauner Männerchor ein, um seinem Freund und Gönner ein Liedchen zu singen.

           Der Bürgermeister überreichte dem Ehrenbür- ger der Gemeinden Galtür, Kappl und See ein Ölgemälde von  Bernhard Walser.

Bei der folgenden  Geburtstagsfeier in Ischgl wurde ihm der Ehrenring der Gemeinde   überreicht.
Auf die kommende Wintersaison wurde Haus Birkhahn in ein Dreistern-Hotel Garni umgebaut. Groß erweitert wurde auch das Gasthaus Zontaja und ist nun das erste "All - inclusive  - Hotel" in Galtür. Den größten Zu- und Umbau tätigte Huber Thomas am Hotel Wirlerhof, das sich heute Alpenromantik Hotel Wirlerhof nennt und sich als Vierstern-Hotel präsentiert.  

 

Neue Erdenbürger: Das Licht der Welt erblickten am

 

 

12. Jänner 1997  

Stefanie ZANGERL, Tochter des Erich Christian  Suchanek       und der Johanna Zangerl, Platz

25. Jänner 1997  

Simone Johanna KURZ, Tochter der Eheleute Magnus und Anita Kurz, Gampele

  3. Februar 1997 

Yvonne Maria SCHIDLA, Tochter des Jürgen  Rudolf Faninger und der Elisabeth Patricia Schidla, Winkl

20. Februar 1997  

 Lukas Johannes WALTER, Sohn der Eheleute Martin und Rena

 te  Walter, Maaß

24. Februar 1997  

Manuel WALTER, Sohn der Eheleute Dietmar und  Maria Walter, Winkl

  6. März 1997     

Maximilian Antonius LADNER, Sohn der Eheleute  Manfred Johann  und Ursula Katharina Ladner; Frühmessgut

10. Mai  1997         

Bianca Michaela WALTER, Tochter der Eheleute Gerald Nikolaus und Ingrid Maria Walter, Au

10. Juni 1997      

Johannes Paul PFEIFER, Sohn der Eheleute Andrea und Christoph  Hermann Pfeifer, Platz

  1. Juli 1997

 Lukas Siegbert MATTLE, Sohn der  Eheleute  Siegbert  Ludwig und Tanja Mattle

21. Juli 1997

Julian Paul PIRMANN, Sohn des Stefan Hammer und der Hildegard Ida Pirmann , Partenen

8. Sept. 1997

Viktoria TÜRTSCHER, Tochter der Eheleute Peter und Margit Türtscher, Tschagguns

12. Sept. 1997

Nathanael Alfons LORENZ, Sohn der Eheleute Stefan Alfons und Margot Maria Lorenz, Egg

13. Oktober 1997

Lukas Josef SAURUGG: Sohn des Egon Pirmann und der Roswitha Saurugg, Kops

19. Oktober 1997

Daniel WALTER, Sohn der Eheleute Roland und Sieglinde Walter, Frühmessgut

25. Nov. 1997

David Meinrad PFEIFER, Sohn der Eheleute Bruno und Andrea Pfeifer, Gafelar

  2. Dez. 1997

Elias WECHNER; Sohn der Eheleute Roman und Bernadette Wechner, Winkl

 

Todesfälle: In die Ewigkeit abberufen wurden am

13. Jänner 1997  

der Elektrikermeister Herbert SONDEREGGER im Alter von 69 Jahren, Platz

  6. April 1997        

seine Frau Margarita Johanna Aloisia SONDEREGGER im Alter von 60 Jahren , Platz  

12. Juni 1997         

die Witwe Mina ZANGERLE im 83. Lebensjahr,  Gampele

26. Juni 1997         

der Bauer und Friseurmeister, Altbürgermeister Erwin WALTER im 89. Lebensjahr (Sonderbericht),

26. Juli 1997          

Meinrad PFEIFER im 67. Lebensjahr, Gafelar

17. Juli 1997

Bruder Josef SONDEREGGER, im Alter von 41 Jahren Schnapfenlandle

23. August 1997 

der Bauer und Gastwirt Rudolf LORENZ im Alter von 70 Jahren, Paznaunerhof (Sonderbericht).

17. Dez. 1997 

Maria Katharina TSCHAN im Alter von 79 Jahren, Tschafein

 

Nach langem und schwerem Leiden starb am 17. Juli 1997 Bruder Josef Sonderegger, Benediktiner der Abtei St. Georgenberg - Fiecht. Er wurde am 19. Feber 1956 in Galtür geboren, erlernte das Bäckerhandwerk, erkrankte,  trat in den Orden ein und lege am   8. September 1984 die feierliche Profess ab.