2000 - Zeitgeschicht von OSR Georg Juen sen.

CHRONIK VON GALTÜR 

Text und Bilder von OSR Chronist Georg Juen

Wettermessstationen           

Im Jänner des neuen Jahres 2000 wurde eine meteorologische Mess-Station mit fünf Außenstellen im Bereich Grieskogel, Adamsberg und Vergiel aufgestellt. Die  Masten, an denen dann die Mess-Instrumente befestigt wurden, wurden unter Beratung des erfahrenen Bergführers Hugo Walter postiert, mit dem Hubschrauber eingeflogen und auf den vorgefertigten Sockeln befestigt. Am Grieskogel musste hiezu ein vier Meter tiefes Loch aus dem Schnee geschaufelt werden. Die Hauptmess-Station  ist im Großtal in der Nähe des Lawinendammes. Sie misst Schneehöhe, Strahlung, Oberflächen- und Schneetemperatur. Die  Windstationen Grieskogel und Predigberg  messen Windrichtung und Geschwindigkeit und die Verfrachtungsstationen Südhang  und Osthang die Schneehöhe. Luftfeuchtigkeit und -temperatur messen alle Stationen. Die Messgeräte werden mit Solarstrom betrieben. Daten werden in Abständen von 3 Stunden an die Erfassungsstation im Gemeindehaus übermittelt und können per Computer abgerufen werden. Zur weiteren Information wurden auch die bestehenden Mess-Stellen auf Bielerhöhe und Kops, sowie die Messanlage beim Schulhaus zugeschaltet. Zudem hat die Gemeinde Galtür als einzige österr. Gemeinde die Lizenz erworben, sich die Daten des Lawinenforschungsinstitutes Davos abrufen zu dürfen.

Botschafter in Galtür 

Am 20. Jänner, einem herrlichen Wintertag, besuchte der Botschafter des Niederländischen Königshauses Galtür. Er war fasziniert von der Schönheit des Dorfes. Obwohl bei der Lawinenkatastrophe im Vorjahr auch  6 holländische Urlauber nur mehr tot geborgen werden konnten, dankte er für die Menschlichkeit bei der Betreuung und Evakuierung  der 1500 Landsleute.

 

24-Stunden-Rennen

Am 28. Jänner um 12 Uhr starten 24 Teams aus 6 Nationen zum 24 -Stunden - Rennen auf der beleuchteten 2 200 m langen Birkhahn- strecke. Es war eine gewaltige  Leistungssteigerung zu verzeichnen, und gerade deshalb haben vielleicht sieben Teams aufgegeben. Während 1997 die Sieger 130 Runden schafften, erreichten heuer 8 Teams 134 Runden, und der einheimische Martin Kathrein erreichte mit Simon Bock trotz einer
Steigerung von 4 Runden nur den 13. Rang. Sieger wurden die Kappler Stark Siegfried und Zangerle Thomas. Veranstalter waren die Bergbahnen Silvretta Galtür und die Firma IB&C (International Business & Communication).


Millstätter besuchen Galtür

In den Semesterferien wurden die Millstätter als Danke für die tollen Ferientage, die sie uns anlässlich der Lawinenkatastrophe boten, als Gegenbesucher eingeladen. Eine ansehnliche Gruppe von Kindern und Eltern unter der Obhut des Bürgermeisters Pleikner folgten der Einladung. Trotz des schlechten Wetters verbrachten wir gemeinsam schöne Stunden.

          Ein tolles Erlebnis war die Schisafari zum Zeinisjoch und das anschließende Mittagessen(das Familie Ernst Lorenz allen Teilnehmern spendierte) im Zeinisjochhaus. Eine zweite Gruppe wurde mit dem Schneefahrzeug von Wirl abgeholt und wieder zurückgebracht.  

 

 Am Donnerstag wurde für die Kinder und Erwachsen ein Schirennen durchgeführt. Die Beteiligung war nahezu hundertprozentig. Anschließend hat Christa vom Alpkogel alle zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Es wurde die Siegerehrung mit reichlich Pokalen und Medaillen durchgeführt und wir haben uns offiziell von den Gästen verabschiedet, die am Freitag zur Mittagszeit  heim fuhren.

Von Samstag von 20 Uhr bis Sonntag 10 Uhr war die Straße ab Pians wegen Lawinengefahr gesperrt.

          

Alpinarium

Bereits am 21. Feber begann Fa. Jäger mit dem Innenausbau der Parkgaragen, des Zivilschutzzentrums und es Alpinariums.

Am 23. Feber feierten wir in der Frühmesse in stillem Gedenken den "Jahrtig" für die Lawinenopfer. Das feierliche Jahrtagsamt zelebrierte Altbischof Dr. Reinhold Stecher am Samsatag, dem 26. Feber um 17 Uhr. Hiezu waren auch die  Angehörigen aller Lawinenopfer eingeladen. Anschließend kam es bei einer kleinen Jause im Pfarrzentrum zu gegenseitig tröstenden Aussprachen. An diesem Gottesdienst nahmen selbstverständlich auch Politiker und Abgeordnete von Institutionen und Vereinen teil. Wir hoffen alle, dass sich nun nach ausgiebigen Pressekonferenzen und massenhaften Dokumentationen nach diesem Gedenkgottesdienst der Medienrummel beruhigt.

 

Europacupsierger

Beim Europacup-Finale im Paznaun sicherte sich am 13. März in Galtür Parick Wirth den Super - G - Gesamtsieg.

           
Schiclubrennen

Am Sonntag, dem 9. April  wurde das Schiclubrennen mit Kinder und Schülerrennen durchgeführt. Das Ziel war bei der Faulbrunnalm. Am Rennen nahmen 89 Kinder bzw. Schüler  und  62 Erwachsene teil. die Siegerehrung fand am Abend im Hotel Rössle statt. Schülermeister(in) alpin wurden Kathrein Manuela und Huber Philipp, in Snowboard Walter Luzia und Kurz Dominik. Brigitte Walter wurde Clubmeisterin in beiden Bewerben, Clubmeister alpin Walter Patrick und Snowboardmeister Walter Jürgen.

 

Saison - Opening - Finish

Die Wintersaison wurde mit einem selektiven Konzert von Rainhard Fendrich eröffnet und klang beim traditionellen Osterschneefest  (23. April 2000) mit der aktuellen Nummer 1 der Hitparade in Österreich und Deutschland  "I bin der Anton aus Tirol" aus. Für Unterhaltung sorgte die Popgruppe Pop nach 8 aus Deutschland. Doch die meisten Besucher waren Kinder, die ihre Eltern mitschleppten um den "Ötzi" zu erleben, der am späteren Nachmittag die Fans ein Stunde lang zum Toben brachte.          

v.l.n.r.: Tourismusdirektor Gerhard Walter, Gerry Friedle   alias DJ  ÖTZI mit Sängerin Sandra und dem Geschäftsführer der Bergbahnen AG. Vizebürgermeister Martin Lorenz.

Den Schätzungen nach waren ca. 4000 Besucher da, wovon sehr viele aus dem Tal und dem Bereich Landeck anreisten.

 

           

 

Neuer Skiclubobmann

Bei der Schiclubjahreshauptversammlung legte Josef Kurz das Amt des Obmannes zurück. Es schien sehr schwierig zu sein einen neuen Obmann zu finden. Schließlich erklärte sich der langjährige Obmann und Ehrenpräsident Gebhard Walter bereit, dieses sehr arbeitsreiche Amt erneut zu übernehmen.


Umbau Arzthaus

Nach der Wintersaison übersiedelte Dr. Treidl mit seiner Arztpraxis in die Verkaufsräume des einstigen Kaufhauses von Pirmann. Das Arzthaus wurde während des Sommers saniert und erweitert. Ende November konnte das völlig neu gestaltete Haus wieder bezogen werden.

Wiederaufbau
 
Während des Sommers wurde auch das letzte von der Lawine verschüttete Doppelhaus im Frühmessgut wieder aufgebaut. Karoline Hussein- Zangerle, wie auch ihr Bruder Günter, die  durch die Lawine nicht nur Mutter, Großmutter und Schwester verloren, standen außerdem ohne Dach über dem Kopf da, da auch ihr neues Haus völlig zerstört war. Mit vielseitiger Hilfe (kostenlose Planung durch Architekt  Dipl. Ing. Ekkehart Stummvoll aus Innsbruck und Geldmittel aus dem Katastrophenfonds wurde ihr Haus wieder erbaut.

Vom 6. bis 8. Juni haben sieben Berufsschüler der  Tiroler Fachberufsschule für Holztechnik in Absam  unter Anleitung  der Fachlehrer Obenauer und Unger den Dachstuhl abgebunden. Initiator war ihr Direktor Fischler. Der Holztransport wurde vom Lions Club Landeck und der Fa. Streng organisiert und finanziert. Das zweite Haus errichtet Stefan Wegscheider, der die Überreste  des verlahnten Hauses von Marlen Zangerl erworben hatte. Einen weiteren Neubau errichtete Walter Sonderegger im Schnapfenlandle.

Neubau Alphütte Larain

Die Alpe Larein wurde heuer nicht besetzt, da die Almhütte  erneuert werden musste. Während des Sommers wurde der Bau ausgeführt. Aus hygienischen Gründen galt als  Vorschreibung die  strickte Trennung  von Wirtschaftsbereich (Sennerei, Käsekeller,..) und Unterkunfts- oder Wohnbereich.


Kirchenrenovierung

Die Innenrestaurierung der Kirche   ( Wände tünchen, Gemälde reinigen und Gold aufpolieren) hat  Frau Elisabeth Schwenniger , Maler- und Vergoldermeisterin, Restauratorin aus Wörgl mit ihren Gehilfen   und Gehilfinnen ausgeführt. Am 4. Juli wurde das Gerüst wieder abgetragen und  am nächsten Tag haben  40 (vierzig!) Frauen  die Kirche vom letzten Stäubchen gereinigt.    

Ende April wurden bereits Vorbereitungen zur Innenrenovierung der  Kirche getroffen (Fenster ausgetauscht, verglast, außen Kupferbänke angebracht und innen Lichtleitungen ins Mauerwerk verlegt). Nach dem Fest der hl. Erstkommunion am 7. Mai stellte die Fa. Gsteu aus Rum  in drei Tagen das Gerüst im Kirchenschiff auf.
 

     

Lawinenverbauung

Im Sommer und Herbst wurde wieder eifrig an der Fortsetzung der Lawinenverbauung gearbeitet. In den Rinnen und  Felswänden des Grieskopfes entstanden  weitere teils neu konstruierte  überdimensionale Schneestahlbrücken.     Der Lawinendamm Winkl wurde fertiggestellt und teilweise zu einer Kletterwand  umgeformt.

Hier werden mit modernen Hydraulikbohrmaschinen 6 cm große Ankerlöcher in den Felsen gebohrt.

 

 


Peter Kraus in Galtür

Im Rahmen der "SILVRETTA CLASSIC" Rundfahrt passierte am 29. Juni um  14.15 Uhr der Schlagersänger Peter Kraus die Kontrollstelle in Galtür.

Bergmesse - Jamtalhütte

Am 9. Juli zelebrierte Cons. Pfarrer Attems, assistiert vom Diakon Karl Gatt eine Bergmesse vor der Jamtalhütte. Der Gottesdienst, den bei herrlichem Wetter viele Sektionsmitglieder, Ehrengäste und Galtürer mitfeierten, wurde vom Schongauer Bergsteigerchor und der Musikkapelle Galtür musikalisch umrahmt. Nach umfangreichen Festreden wurde der lawinensicher gestaltete  Umbau gesegnet.         

 Allstatweekend

Am 14. Juli wurde bei schlechter Witterung in einem großen modernen Zelt - einem Zeltdorf mit VIP-Zelt -  das Sportfest unter dem Namen "Allstarsweekend"  mit einem Galaabend und der  Band "Beatles Unlimited" eröffnet. Das Fest wurde von Sponsoren getragen.  Wegen der schlechten Witterung mussten die meisten Sportwettkämpfe im Freien abgesagt werden. Am Samstag wurde um 14 Uhr mit einer Mini-Playback-Show  gestartet, die große Begeisterung auslöste. Den Höhepunkt bildete  der Weltrekord der Galtürer Feuerwehr  mit Unterstützung der Feuerwehren von Mathon und Partenen. Von den gesammelten Feuerwehrschläuchen rollten sie 509 vom Silvrettastausee bis nach Galtür zum Sportplatz  aus. Nach zweieinhalb Stunden  erreichte das Wasser  aus dem Stausee durch die 10 km lange Schlauchleitung  unter tosendem Applaus  den  Behälter im Festzelt. Zur Belohnung soll es eine Eintragung ins Guiness Buch der Rekorde geben. Als einzige Sportveranstaltung im Freien wurde ein  Inline - Slalom ausgetragen , der vom Kirchenegg bis zu Jamer Brücke ausgesteckt war. Trotz des kühlen Wetters ( 5 Grad) säumten viele Zuschauer die Straßenränder und feuerten die kühnen Sportler an.  Am Sonntag wurde im gefüllten Zelt das hl. Hochamt gefeiert. Der Reinerlös der gesamten Veranstaltung sollte dem Wiederaufbau der Sportanlagen zugute kommen.

          

Neuer TVB-Obmann

Auch bei der Jahreshauptversammlung des Tourismusverbandes am 20. Juli kam es zu einem Führungswechsel. Der schon einmal gewesene Obmann Reinhard Türtscher wurde wieder Obmann und Karl Gatt sein Stellvertreter. Der Geschäftsführer Gerhard Walter konnte bewogen werden, dem Tourismusverband weiterhin als Geschäftsführer zur Verfügung zu stehen.

          

Unwetter

A
m 13.8,  ging im Verwall ein Hagelwetter nieder, das  um 21 Uhr eine Mure im Kråchatål auslöste, die sich bis auf die Bundesstraße wälzte. Feuerwehr und Gemeindearbeiter konnten mit Einsatzfahrzeugen die Schlamm- und Schottermassen  vom Wirtschaftsgebäudes des Leonhard Walter abwehren.

Silvretta-Ferwallmarsch

Der 27. Silvretta – Ferwall – Marsch  wurde am 27. August bei guter Witterung durchgeführt. Von den 720 Teilnehmern bewältigten 128 Läufer die Marathonstrecke.  
Bei den Männern war der Vorjahressieger Miksch der schnellste, konnte aber nicht an jene Zeit herankommen. Die schnellste Dame (Härer aus Bamberg) absolvierte die Strecke in  4 h 6’ 27’’. Der Zieleinlauf war heuer beim "Iglu" und die Medaillenausgabe, die Siegerehrung und das gemütliche Beisammensein fanden in den rohen Räumen des Alpinariums statt.

Neubau Scheibner Thaja

Sofort nach Almabfahrt wurde auch die Scheibner Taja abgerissen,  um sie nach dem derzeitigen Stand der Hygienevorschriften neu zu errichten.

Tödlicher Absturz (Freunding von Christian Pöll)

Am Donnertag, dem 21. Sept. um 3 Uhr in der Früh, rückte die Bergrettung aus, um nach der vermissten Susanne Rinesch zu suchen. Sie brach am Mittwoch zu einer Bergwanderung ohne bestimmtes Ziel auf. Als sie um 23 Uhr noch nicht zu Hause war, ging sie ihr Freund Christian Pöll mit ein paar Kameraden suchen. Sie fanden das Auto am Kleinzeinis abgestellt. Das 19-jährige Mädchen, das in Hohentauern in der Steiermark beheimatet war, wurde dann  um 8 Uhr 30  in unwegsamem Gelände im Bereich  gegenüber des Kleinzeinisliftes  tot gefunden. Sie war abgestürzt und an den Folgen der schweren Verletzungen an Kopf und Brust gestorben. Absturzspuren waren wegen des Schneefalles nicht mehr zu erkennen.

Käseolympiade

Am 24. September begrüßte  Bürgermeister Mattle  den Landeshauptmann Dr. Wendelin Weingartner, den Landtagsabgeordneten Juen Heinrich und den Bezirkshauptmannstellvertrerter Dr. Maaß zur 6. Käseolympiade. Zur Begrüßung ausgerückt waren Schützen und Musikkapelle. Bereits um 11 Uhr segnete der hw. Herr Pfarrer in Begleitung von Diakon Karl Gatt die Käse.

         

32 Teilnehmer aus dem Engadin, aus Vorarlberg,   aus   Süd- und Nordtirol  ließen ihre verschiedenen Käseprodukte von einer fachkundigen Jury ( Institutsvorstand an der BOKU Wien für Milchwirtschaft Dr. Rhom, zwei Alpinspektoren aus der Schweiz, zwei Lehrer der Bundeslehranstalt Rotholz, u.a.) begutachten und prämieren. Hiezu wurde der Raum des „Alpinariums“ von der Landjugend mit viel Aufwand stimmungsvoll dekoriert. Mehrere Musikgruppen ( Kaunertaler Tanzlmusi, die Lustigen Alpkogler und die ausgezeichneten Hattinger Buam) spielten auf und bei Speis und Trank dauerte das Fest bis in die frühen Morgenstunden. Durch den Abend führte  Moderator Ralph Schader. Die Goldene Sennerharfe erhielten die Alpe Zanders, Alpe       Ischolas,  Alpe Russein, Alpe Casana, Alpe Unterhirschberg, die Engalm und die Sackhalm. Gold außer Konkurrenz erreichte der einheimische Küchenmeister Huber Hermann.  

          Das Zivilschutzzentrum mit Feuerwehrgaragen, Geräte- und Mannschaftsräumen, die  Bereiche für Bergrettung und Rotkreuz wurden größtenteils mit Eigenleistungen fertiggestellt und  am 22. Oktober eingeweiht. Auch der Bauabschnitt des „Alpinariums“ wurde in der Außenfassade fertig. Die im Rohbau stehenden Innenräume wurden bereits bei zwei Großveranstaltungen  sinnvoll genützt ( Silvretta Ferwall Marsch  und Käseolympiade).

Ehrung Ernst Salner - Anton Mattle

Der Landesfeuerwehrverband  verlieh Herrn Bürgermeister Anton Mattle und dem Feuerwehrkommandant Oberbrandinspektor Ernst Salner das Einsatzverdienstzeichen  für besondere Verdienste beim Lawinenkatastropheneinsatz. Die Auszeichnungsdekrete überreichte der Landesfeuerwehrkommandant KomRat Reinhold Greuter.
Ein Großaufgebot von Feuerwehrleuten und Bergrettungsmännern sowie prominenten Politikern (Bezirkshauptmann, der neue Landesrat Platter) zogen um 8.45 Uhr, angeführt von Schützenkompanie und Musikkapelle Galtür vom Kirchplatz zum Alpinarium, um dort gemeinsam am Festgottesdienst, den die Musik würdig umrahmte, in der Feuerwehrhalle teilzunehmen. Es folgten Festansprachen und besonders schöne Zusammenfassungen über Bau - und Ausbau des Zivilschutzzentrums mit Dankesworten für die vielen Arbeitsstunden der freiwilligen Helfer von Ernst Salner (Feuerwehrhauptmann) und  Gotthard Salner (Obmann der Bergrettung).
 

           
  

Alpinarium

Am 27. Mai wurde der seit Jänner  amtierende Geschäftsführer des  Vereins „Alpinarium“,  Extrembergsteiger Manfred Lorenz  zum Vorsitzenden des Österreichischen Berg- und  Schiführerverbandes gewählt.  Das Alpinarium Galtür ist ein Verein zur Dokumentation  des Kultur- und Lebensraumes hochalpiner Regionen.  

  Alpinarium    Haupteingang  Garagen   Schulungsraum   Kommandozentrale    Feuerwehrhalle                                                   für Rotkreuz, Bergrettung und Feuerwehr

          Vom 2.- 4. Juni wurde das erste Seminar vom Alpinarium und der TU Wien  durchgeführt, wobei Experten die Grenzen der alpinen Entwicklung erörterten.                   

          

Heißester Tag im Juni

Am Fronleichnamsfest ( 22. Juni) wurde das Hochamt vor dem Hotel Rössle zelebriert und von Musik und Chor musikalisch  gestaltet. Es wird der heißeste Junitag gemeldet, seitdem es Aufzeichnungen gibt (37° als Höchsttemperatur in Österreich). Es sollte aber bald anders kommen. Nach fünf Tagen gab es bei uns Rauhreif.

          

Scheckübergabe in Casino Seefeld

Am Abend des 30. Juni fuhren über hundert Galtürer und Galtürerinnen nach Seefeld, wo im Casino das interessante und umfangreiche Programm des „Allstarsweekend 2000 in Galtür“ vom Hauptorganisator Martin Böckle vorgestellt wurde. Sponsoren  überreichten der freiwilligen Feuerwehr, dem Schi- und dem Fußballklub Schecks im Wert von 130.000.- Schilling. Außer den schmackhaften Happchen gab es für jeden geladenen Gast auch noch Gratis – Jetons,  um sein Glück im Spiel zu versuchen.

LH Dr. Weingartner wird Ehrenbürger

Zum 75-jährigen Bestehen der Musikkapelle Galtür eröffnete diese am 25. November das Jubiläumsjahr mit einem Festkonzert im neuen  Saal des  umgebauten Sport- und Kulturzentrums. Gleichzeitig  bildeten die hervorragenden musikalischen Darbietungen  unter Kapellmeister Magnus Zangerle einen würdigen Rahmen für die Verleihung der Ehrenbürgerschaft an  den Landeshauptmann Dr. Wendelin Weingartner. Diese höchste Auszeichnung der Gemeinde erhielt Herr Dr. Weingartner  für die Verdienste bei der Lawinenkatastrophe im Feber 1999. Der Wert dieser Auszeichnung kann  an der Anzahl der verliehenen Ehrenbürgerschaften gemessen werden. Der bis dato einzige lebende Ehrenbürger ist der Taldoktor MR  Dr. Walter Köck, der in seiner bravourösen Laudatio betonte: "Lieber Landeshauptmann! Es ist dein Verdienst, dass wir Galtürer wieder lachen können. Tausend Dank! Wir sind stolz auf einen Ehrenbürger wie dich."

  Unter tosendem Applaus der zahlreich anwesenden Galtürer überreichten Bürgermeister Anton Mattle  ( l.) und Vizebürgermeister  Martin Lorenz die Urkunde an den neuen Galtürer Ehrenbürger Landeshauptmann Dr. Wendelin Weingartner, der zu dieser Verleihung in Begleitung seiner Gattin nach Galtür kam.

Bergrettungübung

Am 28. Nov. wurden am Abend eine Bergrettungsübung durchgeführt. In Zusammenarbeit mit Liftangestellten und Feuerwehrmännern wurde die Rettung von Personen aus der Vierersesselbahn vorgestellt und geübt werden. Hiezu wurde nochmals das vorhandene  Seilbergegerät von Betriebsleiter Salcher Luis vorgestellt und von  eingeschulten "Liftlern"  eine Bergung demonstriert. Anschließend führte Bergrettungsobmann Gotthard eine Seilbergung durch. Die Feuerwehrmänner versuchten mit der Drehleiter im Bereich über dem Vermuntbach Personen zu bergen. Dies stellte sich als ein nicht gerade einfaches Unternehmen dar. Für die Rettung im "Gelände" kommt sowieso nur das Seilgehänge in Frage. Die schwierigste Aufgabe ist es, zu den Sesseln zu gelangen. Die Bergung der Personen geht dann schnell und problemlos.

          Der eingeschulte Retter Anton Ganahl hat sich zum Sessel vorgearbeitet und beginnt nun mit der Bergung  von Klaus Walter ( pensionierter Betriebsleiter) und Klaus Walter (Liftangestellter).       

 


 

Fertigstellung Sporzentrum

Ebenfalls der Fertigstellung entgegen ging  der Um- und Erweiterungsbau des  vormaligen Sportzentrums, einer Anlage der Bergbahnen Silvretta Galtür. Das neue Sport- und Kulturzentrum  verfügt nun über ein sehr attraktives Hallenbad, einen  großen Veranstaltungssaal sowie die bisherige Tennishalle, die Squashbox,  die drei Kegelbahnen und ein neues Restaurant.  

Den Kultursaal mit dem Restaurationsbetrieb hat Edmund Lorenz, Wirt vom Paznaunerhof, gapachtet und führt ihn unter dem Namen "Aquarena".        

 

          

Am 8. Dezember wurde das neue Sport – und Kulturzentrum  eröffnet und von Pfarrer Attems in Begleitung von Diakon Gatt eingeweiht. Neu präsentieren sich der große Mehrzwecksaal und das völlig anders gestaltete Hallen – und Erlebnisbad. Für die Besitzer dieses Gebäudes, die Bergbahnen Silvretta Galtür, gab es noch einen anderen Grund zum Feiern. Vor 50 Jahren wurde die erste Liftgesellschaft gegründet, und am 24. Dezember 1950 wurde der erste Lift auf der Böscha in Betrieb genommen. Finanziert wird das 70 Millionen teure Projekt vom Bauherrn Bergbahnen Silvretta Galtür unter den Geschäftsführern Vzbgm. Martin Lorenz und Adolf Türtscher, von der Gemeinde unter Bgm. Mattle Anton, vom Tourismusverband sowie  mit Mitteln des Landes Tirol.

Nach einem Fackellauf der Schischule marschierten Musikkapelle und Schützenkompanie vom Dorfplatz zum Sportzentrum, wo dann Liftangestellte und Sportjugend Aufstellung nahmen. Zur Eröffnung konnte Bürgermeister Mattle den Bezirkshauptmannstellvertreter Maaß begrüßen

Mitglieder des Kabaretts "Das Menü Theater" mischten sich unter die Menge und verblüfften die Gäste als verkleidete Kellner(innen) beim Auftragen des viergängigen Menüs durch ihre Späße. Durch großes artistisches Können stellten sie sich dann durch Einzelauftritte auf der Bühne vor. Besonders gelungen  war die Einbindung von Bürgermeister Mattle in die Show, der als "El Bluffo auftrat." Es gab sehr viel zum Lachen  und er schien manchmal selbst überrascht, wie er manipuliert wurde, aber er spielte ausgezeichnet mit


Saisonseröffnung:

Zum Saisonsauftakt der Wintersaison spielte im neuen Saal die Zillertaler Gruppe "Hoi" und sorgten für ausgezeichnete Stimmung in einem vollen Saal.

4. Buch von Dr. Walter Köck

Dezember  stellte der Taldoktor Medizinalrat Dr. Walter Köck sein 4. Buch mit dem Titel "Sturm über Galtür" den im Kultursaal  zahlreich erschienenen Talbewohnern vor. Er berichtet hierin über Erlebtes, Gesehenes und  Gehörtes von der Lawinenkatastrophe vom 23. Feber 1999. Integriert in diese Ereignisse rund um Galtür sind Geschichten über Kapellen und Sagen aus dem Paznaun.

          

Krippenbaukurs

Am 1. Adventsonntag ( 3.12.) wurden die  im heurigen Krippenbaukurs, der immer noch übervoll belegt war, gebastelten Krippen ausgestellt und gesegnet. Neu war die Darstellung von Tiroler Krippen im Schnee.

 

 

Schwester Paula versorben

In Petersberg ist Schwester Paula - Anna Ziegelmeir im Alter von 91 Jahren  gestorben. Sie unterrichtete als pensionierte Volksschuldirektorin vom Schuljahr 1974/75 drei  Jahre als Klassenlehrerin an unserer Volksschule jeweils die erste Klasse und noch einige weitere Jahre erteilte sie den Religionsunterricht.  Sie wohnte mit Schwester Gertraud in  der alten Schulhauswohnung. Mit Pfarrer Bitterlich zog sie dann als Sekretärin ins Kloster St. Petersberg. Am 22.12. wurde sie im Klosterfriedhof in St. Petersberg beerdigt

 

Silvester 2000

Mit dem traditionellen  entzünden der neuen Jahrzahl am Gampen und dem Fackellauf der Schilehrer- angeführt von Schischulleiter Bruno Walter und Berg- und Schiführer Oswald Pfeifer wurde der Übergang ins neue Jahr eingeleitet. Umrahmt von den Klängen der Musik  hält der Herr Bürgermeister die Neujahrsansprache und wünscht den Gästen und Einheimischen " A guats, glückseligs nuis Jåhr! " Den Glückwünschen schließen sich in verschiedensten Sprachen der hw. Herr Pfarrer und Tourismusdirektor an.

         

 

 

Neue Erdenbürger: Das Licht der Welt erblickten am

 

 

 

12. Jänner 2000

 

Sandra ZANGERL, Tochter der Eheleute Erich und Johanna Zangerl, Patz

28. Jänner 2000

 

Arthur Horst Richard STORCH, Sohn der Eheleute Thomas und Eva Maria Storch, Platz

26. Juli 2000

 

Carina KATHREIN, Tochter der Eheleute Ferdinand und Anna Rosa Kathrein, Tschafein

7. August 2000

 

Katharina PFEIFER, Tochter von Birgit Pfeifer und Peter Walter

15. Sept. 2000

 

Nadine KURZ, Tochter von Anton und Sandra Kurz

12. Nov. 2000

 

Emil Ferdinand  TREIDL, Tochter von Dr.Fritz Treidl und Adelheid Mattle Treidl

27. Nov. 2000

 

Jonas Alois LADNER, Sohn der Eheleute  Alois und Christine Ladner

10. Dez. 2000

 

Jakob ZANGERLE, Sohn der Eheleute Rudolf und Irmgard Zangerle

 

 

 

Trauungen:   Den Bund der Ehe haben geschlossen am

 

 

 

22. Juli 2000

 

Clemens Nikolaus VOLGGER und Eveline Maria Walter

16. September 2000

 

Johann Kurz und Anna Elisabeth KURZ

30. September 2000 

 

Karl Ernst RUDIGIER und  Kathrein Andrea Maria 

14. Oktober 2000

 

Alexander GASTL und Carmen Elisabeth Zauser

 

Todesfälle: In die Ewige Heimat abberufen wurden am

 

 

 

17. Juli 2000

 

Reinhard WALTER im Alter von 67 Jahren