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Kapellen in Galtür |
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St. Martins-Kapelle -
Tschafein Geschichte: Die Kapelle zum Hl.
Martin wurde 1678 dicht am Stall eines Bauerngutes errichtet. An derselben
Stelle stand wohl ein älterer Bau, aus dem die drei barocken Altäre
stammen.
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Innenraum: Der Chorraum der Kapelle
wird von einem gotischen Netzgewölbe überdeckt, der Betraum trägt eine
mit wenigen Ornamente bemalte, gewölbte Holzdecke. Der frühbarocke, säulengeschmückte
Hauptaltar der Kapelle trägt in der Mitte das Bild des Kirchenpatrons,
flankiert von Statuen des Hl. Gregor (rechts) und des Hl. Johannes des Täufers
(links). Am rechten Seitenaltar, dessen doppelten Aufbau Türflügel schmücken,
wurden die Stifter unter den Jahreszahlen 1624 und 1671 verewigt. Das
Altarbild zeigt die Himmelfahrt Mariens. Das Gemälde auf dem linken
Seitenaltar ist eine alte Kopie des Marienbildes von Lukas Kranach aus dem
Innsbrucker Dom. Darüber findet sich in einer kleinen Rosette die Krönung
der Gottesmutter Maria. Die Holzstatuen zu beiden Seiten stellen
vermutlich den Hl. Othmar und den Hl. Isidor dar. An der linken Chorwand hängt
eine Prozessionsstatue der Gottesmutter mit dem Jesuskind, gegenüber eine
kleine Statue des Hl. Martin aus dem Jahre 1720. Sehenswert sind auch das
Kruzifix am Chorbogen aus dem frühen 18. Jahrhundert sowie das Pietagemälde
an der linken Langhauswand aus dem Jahre 1790. |
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Barbarakapelle -
Bielerhöhe Geschichte der
Kapelle: Die Kapelle wurde in den Jahren 1965 bis 1967 nach Plänen von Architekt Hubert Fragner aus Telfs, unter der Leitung von Direktor Baurat Dipl.-Ing. August Burtscher, und auf Wunsch der Mitarbeiter der Vorarlberger Illwerke AG zum Gedenken an die mehr als 100 Mitarbeiter, die seit 1924 beim Bau und Betrieb der Kraftwerksanlagen ihr Leben lassen mussten, gebaut. Am 23. September 1967 weihte sie Weihbischof Wechner zu Ehren der Hl. Barbara, der Patronin der Bergleute. Alljährlich versammeln sich bei dieser kleinen Kapelle an einem Herbstsonntag aktive und ehemalige Mitarbeiter zur traditionellen Barbaramesse.
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Äußeres: Die holzschindelgedeckte
Kapelle misst außen zwölf mal acht Meter. Der Turm ist zehn Meter hoch.
Die darin hängende, von der Innsbrucker Firma Grassmayer gegossene Glocke
wiegt 210 kg und klingt auf cis. Sie trägt die Inschrift „Gedenket der
Opfer, die ein großes Werk gefordert hat.“ Man betritt die Kapelle
durch ein zweiflügeliges metallenes Eingangstor.
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Innenraum:
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Kapelle im Maiswald (Bildboden) Unser Ehrenbürger Med.-Rat Dr. Walter Köck hat sich als Meister in der Beschreibung der Paznauner Kapellen profiliert und so hat er die Waldkapelle beschrieben: |
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Ich habe eine
Doktorarbeit gelesen, in der bewiesen wird, dass Wallfahrtskirchen und
Heiligtümer häufig auf besonders strahlungs- und störungsfreien Plätzen
stehen und damit ihren Besuchern die Ausgeglichenheit vermitteln, die sie
für Andacht, Gebet und Besinnung brauchen. Sicher ist kein Standort
einer Kapelle vorher ausgependelt worden, trotzdem strahlen sie alle Ruhe
und Frieden aus. Ihre Gründer konnten sich ja die schönsten Plätze
aussuchen, und Pfarrer H.J. Bitterlich fand im Bildboden sozusagen den
Mittelpunkt des Maas-Waldes, am Schnittpunkt der Wege ins Larain, nach
Tschafein und Mathon. Die Muttergottes am
Bildbogen, vermutlich eine Kopie einer spätgotischen Madonna, die von den
knorrigen Ästen eines verdorrten Baumes herunterschaut, ist fast zu einer
Konkurrenz der „Pardatscheri“ geworden. „Die Mutter zu den
sieben Schmerzen“ macht es ihren Pilgern, besonders den älteren, halt
schwer, wenn sie mühselig über die Tschamatschplatte auf Pardatsch
hinaufschnaufen müssen, zum Bildboden dagegen kann jeder von Tschafein
aus ganz eben gehen, und von Mathon aus ist es auch nicht steil. So ist das ganze Jahr über
Leben in der kleinen Kapelle, und der Pfarrer muß oft allzu kitschige
Gaben frommer Besucher „diskret“ verschwinden lassen. Die beiden
Engel, von einer einheimischen Künstlerin geschnitzt, haben uns zuerst
nicht gut gefallen, aber wir verstehen ja alle nichts von Kunst. Während andere Kapellen
im Winterschlaf liegen, ist der
Bildboden und sein kleines Heiligtum das Paradestück der Langlaufloipe
nach Mathon, unvergleichlich der tiefverschneite Wald mit seiner
Wallfahrt, wirklich ein Märchen. Es mag ja nicht viel bedeuten,
interessant ist es aber doch, im Winter ist mehr Geld im Opferstock als im
Sommer. Wer würde es glauben, aber es muss wohl so sein; dem hektischen
Menschen der heutigen Welt ist es der Mühe wert, seinen Lauf zu
unterbrechen, die Schier abzuschnallen, in die Kapelle zu gehen, eine
Kerze anzuzünden, vielleicht zu beten; dann weiter, Schier an und auf die
Loipe. Die Leute sind viel gläubiger als wir meinen, sie sind es halt auf
ihre eigene Weise. |
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St. Antoniuskapelle in Wirl
Geplant hat die Kapelle die Fa. Bautech Zanon in Zams. Den Bau führte die Fam. Thomas Huber, von Mai 2002 bis zur Fertigstellung Ende Oktober in Eigenregie durch. Die Kapelle wurde am Sonntag, den 27.10.2003 vom Hw. Herrn Pfarrer Louis Attmes-Heiligenkreuz unter zahlreicher Beteiligung der Einwohner des Weilers Wirl und der ganzen Familie Huber feierlich eingeweiht. Die Glocke hat die Firma Grassnmayr in Innsbruck gegossen. Die Inneneinrichtung (Gebetsstühle, Altar) stellte die Tischlerei Schober in aus Dellach her. Die Malereien übernahm die Fa. Greuter aus Landeck. Den Kreuzweg, sowie die Figuren (Kreuz, Muttergottes, Engel) schnitzte der junge Bildhauer Wolfgang Falkner aus Axams. Die Dreifaltigkeit oberhalb vom Eingang schuf der einheimische Künstler Alexander Kurz.
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Rearkappali
Vor ca. 100 Jahren war die Armut mancher Paznauner Familien so groß, dass sie Ihre Kinder den Sommer über in das Schwabenland schicken mussten. Kinder im Alter von 8 bis 15 Jahren wurden dort auf einem "Arbeitsmarkt" um geringen Lohn als "Kindsdirnen" oder "Hirtenbuben" regelrecht verschachert. Der mühsame Weg ins Schwabenland führte über das Zeinisjoch durch das Montafon in die Gegend von Ravensburg. Bis zum Zeinisjoch begleiteten die Mütter ihre Kinder. Beim Rearkappali auf Zeinis mussten sie sich verabschieden. Der Name der Kapelle (reara = weinen) erinnert an das Leid der Schwabenkinder. |
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