Stahlschneebrücken

Projekte der Wildbach- und Lawinenverbauung in Galtür

Das Auslösen von Lawinen kann am wirksamsten durch Anbruchverbauungen verhindert werden. Dabei gibt es je nach Gefahreneinschätzung und Höhenlage mehrere Verbauungsarten. (Stahlschneebrücken, Dämme, Verpflockungen, Aufforstungen  usw. ) 

Am häufigsten kommt die Errichtung von Stahlschneebrücken zur Ausführung, da die Anbruchsgebiete der Lawinen meist über der natürlichen Waldgrenze in extrem steilem Gelände liegen. Es handelt sich dabei um massive Stahlkonstruktionen (3 - 5 m hoch), die reihenartig wie "Zäune" in die Steilhänge gestellt werden. Beim Verbauungsprojekt "Wasserleiter-Weißrife" wurden insgesamt 836 Stahlschneebrücken (4,4 km - 1500 Tonnen Stahl) errichtet. Man erhofft sich, dass unterhalb dieser Verbauung Wald aufgeforstet werden kann - in einem Bereich in dem es nie Wald gegeben hat.  

Lageplan der Stahlschneebrücken

Die Darstellung auf dem Lageplan sieht sehr unscheinbar aus. Wer die Größe und Steilheit des Projektgebietes aber in der Natur sieht, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.  

  

Querschnitt einer Stahlschneebrücke

Die Arbeiter der Wildbach- und Lawinenverbauung müssen schwindelfrei sein. Sie verstehen ihr Handwerk und erbringen beachtliche Leistungen. Manchmal ist das Gelände so steil, dass sie nur an einem Seil gesichert arbeiten können. Allein die Fahrt von Galtür zur Baustelle dauert eine Stunde (nur 13 km).